“Das Leben auf Sardinien …”

"… ist wahrscheinlich das beste Leben, das sich ein Mensch wünschen kann: Vierundzwanzigtausend Kilometer Wälder, Landschaften und Küsten versunken in einem wunderbaren Meer formen genau jenen Ort, den ich Gott als Paradies zu schenken empfehlen würde." (Fabrizio De André, 1996)

In der Mitte des westlichen Mittelmeers gelegen, war Sardinien seit den Anfängen der menschlichen Zivilisation ein wichtiger Anlegepunkt für all jene, die auf der Suche nach Rohstoffen und neuen Handelsmöglichkeiten von einem Ufer des Mittelmeers zum nächsten segelten.

Ihr Territorium, reich an Wäldern, Gewässern und wertvollen Mineralien, war Ort bedeutender Siedlungen und die natürlichen Anlegestellen entlang der Küsten entpuppten sich als lebenswichtig für die vorbeifahrenden Schiffe auf dem Weg zu anderen Häfen.

Und so kam es, dass es ihnen im Verlauf ihrer tausendjährigen Geschichte gelang, sowohl von ihrer Isolation zu profitieren – was gleichsam die Entwicklung der Nuraghen-Kultur vorantrieb – als auch von ihrer strategischen Lage, die ein unüberwindbares Hindernis im verschlungenen Geflecht alter Pfade bildete.

Ihre antiken historischen Schätze bergen zahlreiche Zeugnisse über indigene Kulturen, die auf der ganzen Insel verteilt sind und zeigen auch die Einflüsse durch die Anwesenheit der großen antiken Kolonialmächte. Einer der bedeutendsten Plätze dieser alten Kultur ist der nuraghische Königspalast von Su Nuraxi bei Barumini, den die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt hat.